Neue Wiener Geigen

 








Aktuell:

Konzert Neue Wiener Geigen 2010 am 16. November 2010 ORF Radio Kulturhaus


Neue Wiener Geigen 2009:

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Aufzeichnung vom
Konzertabend "Neue Wiener Geigen" 2007 am 23.11.2007



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Neue Wiener Geigen

„Die Stunde Null“

Am Anfang stand- wie so oft- eine Idee. Eben diese hatte Geigenbaumeister Christoph Schachner, als er Thomas Bohuslav von „Wien Products“, eine Vereinigung von typisch Wiener Betrieben unter dem Dach der Wirtschaftskammer, für seine Pläne begeisterte: man solle der Tatsache gerecht werden, dass die Musikstadt Wien auf eine stets steigenden Zahl von Streich- u. SaiteninstrumentenerzeugerInnen (so die offizielle Berufsbezeichnung) verweisen kann, die nicht nur hochwertige Instrumente reparieren, sondern auch herstellen.

„Der Schneeballeffekt“

Schon war der erste Schneeball geworfen. Thomas Bohuslav konfrontierte die bekannte ORF- Redakteurin Irene Suchy, um über die Realisierung eines Konzertes der besonderen Art zu sprechen: Es sollten namhafte Künstler auf überwiegend neuen Wiener Meisterinstrumenten spielen. Bohuslav und Suchy sicherten sich in weiterer Folge die Unterstützung von Landesinnungsmeister Helmut Gerstbauer und Innungsgeschäftsführer Mag. Georg Lintner. Die Realisierung einer Idee konnte beginnen…

„Kinderkrankheiten“

Künstler der gleichen Branche unter einen Hut zu bringen schien kein leichtes Unterfangen zu sein. Lintner und Gerstbauer können ein Lied davon singen: „Es war nicht leicht unsere Kolleginnen und Kollegen von der Notwendigkeit zu überzeugen, dass der Neubau von Instrumenten gemeinsam beworben werden müsse. Drei Sitzungen waren nötig um ein gemeinschaftliches Handeln zu ermöglichen. Dabei war das geplante Konzert - nicht zuletzt durch ein großzügiges Sponsoring von „Wien Products“- ein wirkungsvoller und kostengünstiger Werbeträger für den Wiener Geigenbau“ – so Helmut Gerstbauer

„Das Konzert“

Das Konzert, das erste einer mittlerweile fixen jährlichen Einrichtung, fand am 21. 11. 2003 im Radiokulturhaus Wien statt.
Es wurde von Irene Suchy moderiert, durch ein Programmheft von Thomas Gerbeth (Bogenbaumeister) und Helmut Gerstbauer beworben und durch eine Ausstellung der Streich- u. SaiteninstrumentenerzeugerInnen bereichert. Für den Titel „Neue Wiener Geigen“ zeichnete Heide Tenner verantwortlich.


„Neue Wiener Geigen“

Der Erfolg der Veranstaltung schrie förmlich nach einer „Neuauflage“ welche prompt in Planung ging. Es wurde ein attraktives Programm erarbeitet welches den Instrumentenbau stärker ins Rampenlicht rücken sollte.

„Das Zweite“

Da „Wien Products“ kein zweites Mal das Sponsoring übernehmen konnte, die mühevolle Suche nach einer entsprechenden Alternative jedoch erfolglos blieb, entschloss sich kurzerhand die Landesinnung Wien die Finanzierung zu übernehmen- der Erfolg des gut besuchten Konzerts gab Innungsmeister Gerstbauer recht. Die Devise hieß nun: weitermachen und Sponsoren finden.

„Das Dritte“

Am 11. 11. 2005 (kein Faschingsscherz!) entschuldigte sich Prof. Paul Walter Fürst von der Österreichischen Interpretengesellschaft (ÖSTIG) telephonisch bei Mag. Georg Lintner, sich nicht für die Veranstaltung engagiert zu haben und lud ihn zu einem Gespräch über weitere Aktivitäten ein. Lintner, Gerstbauer und Fürst legten zusammen den Grundstein für das Folgekonzert am 9. 11. 2006, das, wie zu erwarten war, ein großer Erfolg wurde.
Ein Werk von Prof. Fürst aus den 50iger Jahren wurde eindrucksvoll vom Sologeiger Alexander Gavrilovici interpretiert. Berührende Szene am Rande: Ein begeisterter Prof. Fürst umarmte den Künstler vor versammeltem Publikum.
Zweiter Programmpunkt: eine kürzlich entdeckte Quintett- Transkription der Beethovenoper Fidelio, mit humorvollen Texten Irene Suchys. Übrigens ist auch für heuer ist ein ähnlich programmatischer Programmpunkt für das Konzert „Neue Wiener Geigen“ geplant.

„Das vierte am 23.11.2007“

Dank des großzügigen Sponsorings der ÖSTIG konnte das bereits vierte Konzert am 23.11.2007 festgesetzt werden. Sie, lieber Leser dieser Seite, können dabei in den Genuss der „Bilder einer Ausstellung“ in einer Fassung für Streichsextett kommen. Wir wünschen viel Vergnügen und hoffen auf regen Besuch.

„Ein kurzer Ausblick“

Professioneller und breiter beworben, scheint die Zukunft der „Neuen Wiener Geigen“ gesichert. Die Zahl der Mitwirkenden Streich- und SaiteninstrumentenerzeugerInnen, die maßgeblich an der Programmgestaltung beteiligt sind wird von Jahr zu Jahr größer. Das Programm wird dabei in enger Zusammenarbeit mit Irene Suchy erstellt. Die Website soll nun ein breites Publikum für unsere Aktivitäten und Projekte begeistern. Es ist überdies geplant die Photogalerie zu erweitern und Tonmitschnitte von den stattgefundenen Konzerten ins Netz zu stellen.


„Ein wichtiges Nachwort“

Das Modell „Neue Wiener Geigen“ dessen Ziel es ist, den Standort Wien zu einem Kompetenzzentrum für den Neubau von Streich- und Saiteninstrumenten auszubauen, sollte nach Meinung des neuen Innungsmeisters Dipl. Päd. Richard Jenner, auch von anderen Musikinstrumentenbranchen wie etwa Holz- und Blechblasinstrumentenerzeugern, Orgelbauern und KlaviermacherInnen übernommen werden. Gute Ideen setzen sich durch.